Sicherheitskultur im Unternehmen:

Fundament für nachhaltigen Arbeitsschutz

Warum Sicherheitskultur mehr ist als nur ein Schlagwort

In der heutigen Arbeitswelt ist eine funktionierende Sicherheitskultur kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für effektiven Arbeitsschutz. Sie beeinflusst das tägliche Verhalten, die Risikowahrnehmung und die Priorisierung von Sicherheit in allen Unternehmensbereichen. Doch was genau bedeutet „Sicherheitskultur“? Wie lässt sie sich erfassen, gestalten und nachhaltig verbessern?

In diesem Beitrag geben wir einen kompakten Überblick über die zentralen Prinzipien der Sicherheitskultur, ihre Entwicklung und konkrete Handlungsansätze zur Stärkung in der Praxis – zugeschnitten auf die Anforderungen von EHS-Verantwortlichen und Sicherheitsbeauftragten.

Was ist Sicherheitskultur?

Die Sicherheitskultur beschreibt die gemeinsam gelebten Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen eines Unternehmens in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie zeigt sich nicht nur in schriftlichen Richtlinien oder Schulungen, sondern im gelebten Alltag: Wie wird mit Risiken umgegangen? Werden Unsicherheiten offen angesprochen? Welche Rolle spielen Führungskräfte und Mitarbeitende im Arbeitsschutz?

Eine ausgeprägte Sicherheitskultur führt zu:

  • proaktivem Sicherheitsverhalten,

  • offener Kommunikation über Gefährdungen,

  • kontinuierlicher Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen,

  • einer hohen Akzeptanz von Sicherheitsvorgaben im gesamten Team.

safety Leadership: Arbeitssicherheit Management

Die Sicherheitskultur ist immer vorhanden – die Frage ist nur: in welcher Qualität?

Jedes Unternehmen hat eine Sicherheitskultur – ob bewusst gestaltet oder nicht. Eine schwach ausgeprägte Kultur zeigt sich oft durch:

  • geringe Beteiligung der Mitarbeitenden,

  • fehlende Vorbildfunktion der Führungskräfte,

  • Sicherheitsmaßnahmen, die als lästig empfunden werden.

Umso wichtiger ist es, die bestehende Kultur regelmäßig zu analysieren und aktiv weiterzuentwickeln.

Entwicklung in Stufen: Wo steht Ihr Unternehmen?

Ein bewährtes Modell zur Einschätzung der Sicherheitskultur ist die Bradley-Kurve. Sie unterteilt die kulturelle Entwicklung in vier Stufen:

  • Reaktives Verhalten: Sicherheit wird erst nach Unfällen thematisiert

  • Regelbasierte Phase: Sicherheit ist durch Regeln und Kontrolle geprägt

  • Eigenverantwortung: Mitarbeitende übernehmen Verantwortung für sich selbst

  • Interdependenz: Teams achten aktiv aufeinander – SIcherheit wird gemeinsam getragen

  • Nur wer den eigenen Ist-Zustand kennt, kann wirksame Maßnahmen einleiten.

Führung als Schlüsselfaktor

Führungskräfte prägen die Sicherheitskultur maßgeblich – bewusst oder unbewusst. Ihre Vorbildfunktion ist essenziell, um Sicherheitsverhalten in der Belegschaft zu verankern. Dies gelingt durch:

  • gelebte Eigenverpflichtung,

  • offene Sicherheitskommunikation,

  • konsequentes Handeln bei Abweichungen,

  • regelmäßige Teilnahme an Audits und Begehungen.

Sicherheitskultur beginnt oben – und wirkt nach unten.

Beteiligung schafft Akzeptanz

Ein häufiger Fehler: Sicherheitsregeln werden „von oben“ vorgegeben, ohne Einbindung der Mitarbeitenden. Doch echte Sicherheitskultur entsteht durch Beteiligung. Wer bei der Entwicklung von Maßnahmen, Sicherheitsstandards oder Schulungen mitwirken kann, übernimmt Verantwortung und lebt Arbeitsschutz aktiver.

Formate wie Sicherheitsworkshops, Feedbackrunden oder gemeinsame Begehungen fördern dieses Engagement und bringen neue Perspektiven ein.

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Schlanke Prozesse statt Sicherheitsbürokratie

Effektive Sicherheitsarbeit darf kein administratives Monster sein. Prozesse müssen verständlich, digitalisiert und alltagstauglich gestaltet sein – gerade für größere Teams oder mehrere Standorte.

Moderne HSE-Softwarelösungen wie tagIDeasy unterstützen durch:

  • automatisierte Aufgabenverteilung,

  • rechtssichere Dokumentation,

  • übersichtliches Incident Management,

  • mobile Sicherheitsbegehungen mit einem Klick.

So wird Sicherheitskultur nicht zur zusätzlichen Belastung, sondern zum integralen Bestandteil effizienter Abläufe.

Ohne klare Ziele keine messbare Verbesserung

Wie in jedem strategischen Bereich gilt auch im Arbeitsschutz: Nur wer klare Ziele definiert, kann Fortschritte messen. Ziele können sein:

  • Reduktion von meldepflichtigen Unfällen um X %,

  • Steigerung der Beinahe-Meldungen,

  • Verbesserung der ergonomischen Bedingungen,

  • Förderung von Sicherheitsgesprächen.

Wichtig ist: Ziele müssen realistisch, datenbasiert und kommuniziert sein. Eine strukturierte Zielverfolgung schafft Motivation und Transparenz – zentrale Elemente einer stabilen Sicherheitskultur.

Fazit: Sicherheitskultur ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess

Eine gelebte Sicherheitskultur ist das Rückgrat eines wirksamen Arbeitsschutzsystems. Sie entwickelt sich nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt – getragen von Führung, Beteiligung, Digitalisierung und klarer Zielorientierung.

Der Weg lohnt sich: Weniger Unfälle, motivierte Mitarbeitende und effizientere Prozesse sind der nachhaltige Lohn einer starken Sicherheitskultur.

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